Dienstag, 4. Dezember 2012

Schneeflocken

Es schneit. Vor meinem Fenster tänzeln grosse und kleine Flöckchen wild durcheinander und fallen gemächlich in Richtung Erdboden. Doch sie bleiben dort nicht liegen. Ihre feinen Verästelungen lösen sich auf und alles was übrig bleibt ist eine vor Nässe schimmernde Oberfläche. Es ist still. Und still sind auch meine Gedanken. Sie rieseln leise und unbemerkt an meinem Fenster vorbei und bleiben nicht liegen. Sie verschwinden - sie lösen sich auf.
Winter in meinen Gedanken wäre ein Geschenk, denn schon zu lange herrscht gähnende Leere.  Vielleicht auch ein strömender Regenschauer, denn meine Gedanken sind wie weg gewaschen. Wenn ich daran denke, wie sich noch vor nicht sehr langer Zeit die Schneeberge in mir auftürmten und die prächtigsten Landschaften formte, so bin ich heute mehr als enttäuscht. Enttäuscht, dass meine Schneeflocken nicht liegen bleiben wollen. Sie schmelzen. Und einzufangen vermag ich sie nicht. Sobald die Hand danach ausgestreckt ist und eine Flocke darauf landet, ist sie auch schon Vergangenheit. Nichts weiter als ein flüchtiger Gedanke, der nicht eingefangen werden will. Der nie eingefangen werden kann. Ich kann sie nicht dazu bringen in meinen Händen zu verweilen, darum muss ich ihnen beim Fallen zusehen. Zusehen wie sie vergehen.
Einzig die Hoffnung bleibt, dass irgendwann einer der Flocken liegen bleibt. Und wer weiss, vielleicht entsteht aus einer Flocke eine Winterlandschaft. 

Dienstag, 4. September 2012

Wie man lernt zu laufen

Es gibt Dinge, die lernen wir schon früh und ohne dies bewusst zu tun. Wir lernen laufen, lernen zu sprechen, lernen den Umgang mit anderen Menschen. Unsere Eltern haben uns nicht erklärt, wie wir uns auf die Beine stellen sollen, wie wir unser Gewicht so verteilen, dass wir nicht das Gleichgewicht verlieren. Auch wie man einen Fuss vor den anderen setzt musste uns keiner erzählen.
In der Schule gab es dann immer Lösungswege. Verschiedene Rechenwege, die man gehen konnte. Und hatte man einen eigenen Weg gefunden, der einem richtig erschien, wurde man darin bekräftigt, diesen auch weiterhin zu gehen.
Schliesslich kommt man in eine Phase, in der alle und jeder versuchen, dir etwas vorzuschreiben. Die Lösungswege in der Mathematik sind plötzlich zu schwer, um sie selbst anzugehen. Formeln sind der einzige Weg zum Ziel. Alles andere wird ausgeblendet, zentral ist nur, die Formel richtig einzusetzen. Dazu braucht es keine Überlegungen. Keine Erfahrungen.
Formeln sind jedoch ein Produkt von Überlegungen und Erfahrungen. (Jemand hat die sich ja ausgedacht!) Wer kann schon eine mathematische Formel problemlos verstehen und nachvollziehen? Eben weil es nicht auf unserem eigenen Mist gewachsen ist, können wir das, was dahinter steckt nicht sehen.
Das Gleiche gilt für echte Lebenserfahrung. Würde ich nach den Erzählungen, Ratschlägen, Anweisungen und eben Erfahrungen meiner Eltern, Verwandten oder Freunde leben, so würde ich bestimmt kaum Fehltritte begehen. Ich würde die vorgefertigte Formel einfach ausfüllen und entstehen würde eine Rechnung, die in den meisten Fällen aufgehen würde.
Eine Rechnung, die nicht mein Ergebnis ist. Was hätte ich daraus gelernt? Welche Schlüsse würde ich daraus ziehen? Und was würde ich alles verpassen?
Wenn jemand versuchen würde einem Kleinkind zu erklären, wie es einen Schritt vor den andern setzt, würde man diesen Jemand wohl für etwas abgedreht und übervorsorglich halten. Wir alle wissen, das Kind wird vielleicht hinfallen. Vielleicht wird es sich sogar weh tun, doch es wieder aufstehen und versucht es nochmals. Und irgendwann läuft es - alleine.

Sonntag, 6. Mai 2012

Ein Traum

Vor einigen Nächten hatte ich einen Traum. Es war einer der schönen, einer, aus dem man nicht erwachen möchte. Einer dieser seltenen Träume.
Ich sass nur da. Auf der Veranda eines kleinen Häuschens, aus roten Steinen und blickte auf den See, der still da lag. Ich sass auf dem warmen Holzboden der Veranda, mit dem Rücken gegen die Hauswand gelehnt und spürte den Wind der sanft über meine Haut schlich. Da war nichts. Nichts ausser Ruhe, Freiheit und dem Bedürfnis für immer still da sitzen zu können..
Doch jeder Traum hat ein Ende und dieses kam zu schnell.

Aber ich habe etwas gefunden, das mich wieder zurück in den Traum führt..

Sonntag, 15. April 2012

Denn alle wollen erwachsen werden

Als Kind hat man viele Wünsche. Man wünscht sich das Puppenhaus aus der Werbung, einen Ausflug ins Disneyland, ein Fahrrad. Man wünscht sich Astronaut zu werden, fliegen zu können, Prinzessin zu sein. Man wünscht sich aber auch, erwachsen zu werden.

Wir wünschen uns nichts sehnlicher als gross zu sein. Wir haben die grossen Leute bewundert, dafür dass sie Auto fahren, Geld verdienen, Kinder bekommen, machen können was sie wollen. Was dürfen Erwachsene schliesslich nicht alles, was Kinder nicht dürfen? Immer wieder hören Kinder, tu dies nicht, mach das nicht, dafür bist du noch zu Jung, das verstehst du noch nicht, wenn du gross bist darfst du das auch, und so weiter. Erwachsene sind ein grosses Geheimnis und machen allerlei Dinge, von denen Kinder nur träumen können. Und dann werden Kinder grösser..

Sie werden erwachsen. Doch was bedeutet das?
Es bedeutet sich anzupassen. Es bedeutet vieles nicht mehr zu tun, was doch immer am meisten Spass gemacht hat:
In Pfützen springen, Süssigkeiten essen bis einem davon schlecht wird, einen Purzelbaum auf einer Wiese zu schlagen, im Schnee einen Schneeengel machen und danach eine Schneeballschlacht zu veranstalten. Die Hände in Farbe tauchen und die Wände verunstalten, laut auf der Strasse und in der Strassenbahn ein Liedchen trällern, laut loslachen wenn einem danach ist und zu weinen wenn man weinen möchte, schläft wo und wann man müde ist.
Wir sind erwachsen, darum müssen wir uns auch wie solche benehmen. Wir sind anständig mit anderen Leuten, auch wenn wir sie nicht mögen, machen seriöse Dinge, weil unseriöses nicht gerne gesehen wird, gehen arbeiten, wir überdenken alles zwei Mal, wir handeln vernünftig.

Wir springen nicht mehr in Pfützen, denn das tun Erwachsene nicht.
Wir wälzen uns nicht im Dreck, denn das tun Erwachsene nicht.
Wir lachen nicht über alles und jeden, denn das tun Erwachsene eben nicht.

Was tun Erwachsene dann? Sie benehmen sich erwachsen...
Wann genau haben wir uns dazu entschieden, all das fantastische aus unserem Leben zu verbannen?

Samstag, 4. Februar 2012

Von Lieblingen und jenen, die es eben nicht sind

Jeder hat irgend ein Lieblingsbuch. Man nimmt es gerne zur Hand, beschäftigt sich gerne damit und verbringt liebend gerne die Zeit mit ihm. Vielleicht fühlt man sich sogar wohl, wenn man es irgendwo um sich herum liegen hat. Man beschäftigt sich intensiv mit ihnen und kann sich genaustens daran erinnern.
Und dann gibt es andere Bücher. Man liest sie zwar gerne, aber sie werden einem nie richtig in Erinnerung bleiben. Man nimmt sie ab und zu hervor, liest einige Seiten, um sich zu beschäftigen, um sich zu amüsieren, doch dann stellt man sie wieder ins Regal. Erinnert man sich an sie? Irgendwann nimmt man es wieder in die Hand und fragt sich, wo genau man stehen geblieben ist. Irgendwo fängt man dann an zu lesen, weil man die Hälfte wieder vergessen hat. Ganz im Gegensatz zu den Lieblingen. Dort wird nichts vergessen..

Und jene, die es nicht sind warten auf Anerkennung, denn obwohl sie schon ganz abgegriffen sind, können sie nicht mithalten.. Und da frage ich mich, wie man da jemals zum Lieblingsbuch werden kann.. geht das überhaupt?

Sonntag, 13. November 2011

Wenn Mauern nicht mehr halten...

Was tun, wenn das Fundament bröckelt? Wenn irgendjemand gegen eine tragende Wand geschlagen hat und das Haus auseinander zu brechen droht? Wenn plötzlich alles was man sich erbaut hat nicht mehr halten mag? Soll man versuchen Stützbalken anzubringen, selbst wenn die ersten Versuche scheiterten? Oder soll man es einfach ineinander fallen lassen?

Warum versuchen, das unaufhaltsame zu vermeiden, wo doch zusehen so viel einfacher wäre? Dem Schutthaufen anschliessend den Rücken zuzuwenden und seiner Wege zu ziehen... Was ist es, das uns glauben lässt, wir könnten etwas dagegen tun?

Dienstag, 1. November 2011

Keep on running!

Doch wohin?

Donnerstag, 10. März 2011

Das Leben

Entdecken, erforschen, erfinden, spüren, fühlen, empfinden, erklimmen, vernünftig sein, unvernünftig sein, Wege gehen, andere Wege einschlagen, verworrene Wege gehen, stehen bleiben, geniessen, atmen, sich verändern, sich neu erfinden, sich widersprechen, sich selbst nicht mehr erkennen, verwirrt sein, sich darüber freuen, in die Luft springen, hinfallen, aufstehen, wütend sein, glücklich sein. Leben.

So sollte es sein, das Leben. Zumindest sehe ich das so.
Doch wenn ich selbst sehe, was ich darunter definiere, so wird mir bewusst, dass ich noch nicht gelernt habe zu leben. Wo bleibt das "Stehen bleiben"? Wo das "Entdecken"? Das "Andere Wege einschlagen" oder gar das "Verworrene Wege gehen"? "Sich neu erfinden"?
Es fehlen mir Stücke dieses Puzzles. Und diese Stücke müssen zusammengesucht werden. Wie ich im letzten Post schon sagte, ist das Suchen eine Kunst für sich. Diese Kunst beherrsche ich noch nicht. Doch ich bin gewillt, sie zu lernen. Damit ich die Puzzlestücke finden und zusammensetzen kann. Ich bin mir sicher, dass es möglich ist. Möglich für jeden, der noch nicht alle Stücke zusammen hat. Für jeden, der nicht aufgibt. Und doch geben es einige frühzeitig auf, weil sie glauben, nicht mehr die Kraft dafür besitzen oder gar damit fertig zu sein.
Es ist auch möglich ein falsches Stück zu verbauen, weil ein Puzzleteile aus einem anderen Puzzles in dieselbe Schachtel gelangt ist. Man glaubt es gehört dazu und versucht es überall anzusetzen. Und vielleicht merkt man irgendwann, dass es gar nicht dazu gehört. Nicht in diesem Puzzle. Sortiere es aus. Und suche dafür das Stück, das tatsächlich dazu gehört.
Mir fehlen noch einige Stücke. Einige Viele.
Doch ich weiss wo ich sie suchen werde. Zumindest einige Stücke davon. Noch nicht heute. Auch nicht morgen, weil die Möglichkeit noch nicht gegeben ist. Auf dem Weg dorthin werde ich vielleicht trotzdem welche finden. Unverhofft. Doch schon jetzt bereite ich mich auf die Möglichkeit vor und freue mich, sie endlich zu finden. Sie zu verbauen und mein Leben so zusammenzusetzen, wie ich es mir vorstelle. Wie es für mich passt. Mit genau so vielen Teilen, wie ich es möchte, denn jedes Puzzle hat verschieden viele Teile. Genauso, wie alle schliesslich ein anderes Bild ergeben.
Ich weiss noch nicht wie mein Bild aussehen wird, wenn es fertig ist. Doch es wird farbig, gross, prächtig! Und es wird mein eigen sein.

Samstag, 5. März 2011

Gesucht und ungefunden

Du hast bestimmt schon irgendwann mal etwas verloren. Den Schlüssel? Das Portemonnaie? Oder etwas anderes, das dir wichtig war? Wie lange hast du danach gesucht, bis du es wieder gefunden hast? Hast du es überhaupt wieder gefunden?
Es ist verdammt schwer etwas wieder zu finden, wenn man nicht weiss, wo und wann man es verloren hat. Plötzlich war es weg. Puff. Dann suchst du es tagelang. Wochenlang. Monatelang. Und wenn du einer der ganz Unglücklichen bist, suchst du sogar noch länger. Doch es gibt Dinge, die man ganz einfach ersetzen kann. Sie sind weg, man nervt sich darüber, sucht, findet nicht und besorgt sich dann einfach ein Neues. Und was passiert dann? Ganz klar, das nächste was man irgendwo unter dem Bett, zwischen den Sofaritzen, hinter dem Schrank oder sonstwo findet ist ganz bestimmt das verloren geglaubte, bereits ersetzte Ding.
Logisch wäre also, das, was man verloren hat einfach zu ersetzen, um das eigentlich Gesuchte wieder zu haben. Doch was, wenn man es nicht einfach ersetzen kann?

Mir ging vor einiger Zeit etwas verloren, das mir immer das Wichtigste war. Es war mein ständiger Begleiter, der mir über schlechte Zeiten hinweg half. Er entführte mich an andere, weit entfernte Orte, liess magisches Geschehen und verlangte nichts dafür. Ich dachte, irgendwann könne ich aus ihm etwas grösseres schaffen.
Doch dann verschwand er. Schweigend. Lautlos. Unauffällig.
Und ich merkte es zuerst nicht. Ich dachte wohl ich sei Müde und Träge und darum meldete er sich nicht. Und seitdem fehlt er mir. Und ich suche ihn. Doch all das Suchen hilft nicht. Er bleibt verschollen... Wie ein Sandkorn, das vom Wind davongetragen wurde. Und grösser als ein Sandkorn war es allemal nicht. Und doch war es mehr als die Welt.

Puff...

Samstag, 5. Februar 2011

Der letzte Nerv.. tot?

Seit Stunden liege ich nun schon wach. Nervlich total am Ende. Den ganzen Tag, die ganze Woche und noch länger hat man sich Mühe gegeben, nicht die Geduld zu verlieren. Und fast scheint es so, als würde es ein jedes Mal, wenn man es versucht, ein Nerv mehr abgetötet.
Ich gebe mir schon Wochen lang die Pein, meine eigentliche Ungeduld zu verstecken. Die letzten Tage hat das sehr viel Kraft gekostet und einige Male war ich kurz davor, total auszurasten... Doch ich habe mich beherrscht. Bis jetzt.
Nun frage ich mich, wann der letzte Nerv aufgebraucht ist und wie man das merken kann? Spührt man dann überhaupt noch etwas? Wenn das der Fall sein sollte, habe ich wohl Glück im Unglück, denn dann weiss ich ganz genau, dass der letzte Nerv noch nicht geraubt wurde. Und doch, mein bitterer Nebengeschmackt ist diese elende Schlaflosigkeit, die mich in den Wahnsinn treibt. Und was mich noch wahnsinniger macht, ist das Wissen, dass ich morgen noch so viel zu tun habe, dass ich den Schlaf eigentlich wirklich nötig hätte..

Ist mein letzter Nerv tot? Momentan: Ja.
Jedenfalls nach meinem Empfinden.

Sonntag, 26. September 2010

Fahrplan gesucht

Auf den Post "Vernachlässigt" sollte alles kommen, nur kein Post mit demselben Namen. Darum erwähne ich hier nicht, dass ich mich schon lange nicht mehr meinem Blog gewidmet habe, was man ohnehin schlecht übersehen kann, sondern überspringe diesen Kommentar, um da weiter zu machen, wo ich aufgehört habe.

Ich habe geplant. Es gibt immer irgendwelche Dinge, auf die man hin plant. Die man möchte, oder die man glaubt zu wollen. Man rackert sich ab und freut sich auf den Tag, an dem man sein Ziel erreicht hat. Und dann gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Du hast total ins Schwarze getroffen, bist überglücklich mit dem, was du tust oder getan hast. Du freust dich weiter, bist glücklich und zufrieden bis ans Ende deiner Tage... blablabla... oder:
2. Du merkst, dass das, was du nun hast, gar nicht das ist, was du eigentlich willst.
Dann stellt sich die Frage, ob du damit lebst, oder ob du es in Angriff nimmst und dir das beschaffst, was du wirklich willst. Doch was sich hier einfach anhört, ist in Wirklichkeit harte Arbeit. Nicht bloss das Bekommen dessen, was du willst, sondern auch das Erkennen. Das Erkennen, dass du am falschen Ort angelangt bist.
Ich selbst musste das gerade eben erfahren. Es war, als wäre ich im Zug eingeschlafen und steige nun schlaftrunken aus. Der Bahnhof sieht für mich aus, wie jeder andere auch. Ich muss mich schauen, wo ich angelangt bin. Und dann erkenne ich, dass ich im falschen Zug sass. Nicht etwa, weil ich in den Falschen eingestiegen wäre, doch ich bin aus dem Falschen ausgestiegen. Im Laufe der Fahrt, hat sich mein Zielort verändert. Doch ich habe geschlafen.
Nun stehe ich am Bahngleis. Wo bin ich? Wohin will ich? Wohin kann ich?

Ich suche nach dem nächsten Fahrplan. Denn hier will ich nicht bleiben.

Doch das grössere Problem ist, dass ich gar nicht weiss, wohin ich will...



Mittwoch, 31. März 2010

"Vernachlässigt" und/oder "Benutze ein Streichholz!"

Hey Leute,
Ich habe meinen Blog ja ganz schön vernachlässigt im letzten Montat. Da war soviel anderes, das ich zu tun hatte, zum Beispiel haufenweise Bewerbungen schreiben, mich mit Leuten treffen, Bewerbungsgespräche meistern, aufräumen, Steuererklärung ausfüllen, Verträge durchlesen, Telefongespräch nach Telefongespräch führen und zwischendurch mal nichts tun. Und das Nichtstun hat die Überhand gewonnen.
Ja, ich hatte ziemlich viel Zeit, doch wo ist sie hin? Verschlafen habe ich sie bestimmt nicht, denn dann wäre ich nicht so müde. Ich habe das Gefühl nichts getan zu haben und doch total kaputt zu sein. Kaputt vom Nichtstun! Darum freue ich mich unheimlich auf die Arbeit. Und mit der hatte ich ziemlich Glück!
Glück das nicht jeder hat. Aber man darf nicht darauf warten, dass es einem zugeflogen kommt. Es gibt Zeiten, in denen man mehr davon bekommt und Zeiten, in denen man ganz davon ausgeschlossen wird. Wir würden uns dann am liebsten in unser Bett verkriechen und warten, bis das Glück vorbeischaut. Nur falsch ist es, sich hängen zu lassen, wenn es einem nicht zuteil wird. Nicht alles wird einem in den Schoss geworfen, es gibt Dinge, für die man sich selbst in den Arsch treten, und das eigene Glück erzwingen muss. Ich will nicht behaupten, dass das einfach wäre. Ganz im Gegenteil. Es braucht viel Überwindung und Kraft. Es kann Rückschläge geben, die einen bloss noch mehr in das sich auftuende schwarze Loch reissen wollen. Kämpfen ist das einzige was einem dann noch bleibt. Und es zahlt sich früher oder später aus.
"Wenn du denkst es geht nicht mehr kommt von irgendwo ein Lichtlein her", so heisst es doch (auch wenn ich das Zitat echt schrottig find). Und wenn das Lichtlein nicht von alleine kommt - Zünd eben ein Streichholz an. Denn jeder ist für sein Glück selbst verantwortlich.

Samstag, 20. Februar 2010

Mein innerer Schweinehund

Ich habe euch nicht vergessen, liebe Leser, ich habe nur die Zeit vergessen, die unaufhörlich weiter tickt. Sie macht sich nicht bemerkbar und darum ist sie mir auch unwissentlich davon gelaufen.
Das Problem bei der ganzen Sache ist - In einer Woche sollte ich den Stoff eines halben Jahres durchgegangen sein und wiedergeben können. Eigentlich nicht so schwer, oder? Das können doch auch andere, warum also nicht auch ich!?
Ja, ich das habe ich gedacht. Ich hatte schliesslich vier geschlagene Wochen Zeit, um mich auf die Prüfungen vorzubereiten. Vier Wochen, von denen nun beinahe drei um sind. Doch anstatt mich in dieser Zeit intensiv mit den Unterlagen zu beschäftigen, habe ich es doch tatsächlich fertig gebracht, immer etwas zu finden, was viel dringender gemacht werden musste, wie beispielsweise den Kleiderschrank ausräumen, Briefe sortieren oder mich mit anderen Leuten treffen. Ich wusste natürlich immer, dass ich eigentlich etwas anderes machen sollte. Doch auf Muttis Ratschlag, "Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen", habe ich, wie es sich für Kinder schickt, nicht gehört. Und warum nicht? Nein, nicht, wie man vermuten könnte, aus kindlichem Trotz, sondern aus meiner schwer überwindbaren Schwäche, sich leicht ablenken zu lassen.
Damit hatte ich früher kaum Probleme, ich wusste wie und was ich zu tun hatte. Das Was weiss ich noch immer, doch mit dem Wie tue ich mich immer schwerer. Ausserdem sitzt mir mein innerer Schweinehund im Weg und er hat es sich ziemlich gemütlich gemacht. So schnell werde ich ihn also nicht mehr los. Und genau bei ihm darf man sich auch für den heutigen Eintrag auf TheBlogfish bedanken, denn ohne ihn wäre ich jetzt drauf und daran, meinen Kopf mit Wissen zu füllen.
Also sage ich: Danke mein lieber innerer Schweinehund, durch dich haben meine Leser wieder was zum lesen bekommen.

Samstag, 6. Februar 2010

Der Fortschritt mit Rückschritt

Seid ihr schon einmal durch eine Autowaschanlage gefahren? Wenn ja, kennt ihr sicher diese grossen runden Bürsten, die rotieren und das Auto blitzeblank schrubben. Toll, nicht?
So toll, dass sich irgendjemand überlegt hat: "Warum nur fürs Auto? Mir schrubbt niemand den Rücken und ich komm da nicht ran... Also bastle ich mir eine Menschenwaschanlage!"
Genau diese Menschenwaschanlage, so nenne ich diese Dusche mit integrierten rotierenden Bürsten auf allen Seiten, ist tatsächlich kaufbar, gemauso wie die Toilette, die einen nach verrichtetem Geschäft den Hintern sauber wäscht und anderen tollen Erfindungen, die für jeden ein absolutes Muss und unverzichtbar, für ein komfortables Leben sind. Ausserdem spart man damit richtig Zeit!
Technische Spielereien, die uns zwar das Leben leichter und lebenswerter machen, uns aber gleichzeitig der Eigenständigkeit rauben, sind voll im Trend. Wer aber ist heute noch in der Lage, bei Stromausfall Sahne steif zu schlagen, wer ohne Stickmaschiene eine Hose besticken (ok, ich gebs zu, ich möchte keine bestickte Hose) und wer kann Wäsche ohne Waschmaschine sauber machen? Brauchen wir wirklich all diese Dinge? Natürlich, einige wirklich gute Erfindungen sind vorhanen, darüber kann ich mich nicht beschweren. Und dennoch bräuchten wir den grössten Teil des technischen Schnickschnack nicht. Oder braucht jemand tatsächlich einen Haustierersatz, der von ganz alleine durch die Wohnung düst und jedes Staubkorn aufspührt und verschlingt?
Was würden die Menschen von heute nur machen, wenn man ihnen von heute auf morgen jegliche Technik wegnehmen und sie durch altdahergebrachtes ersetzen würde? Würden sie damit klarkommen? Wer würde seinen Rücken finden? Und vor allem, würden sie sich, nach verrichtetem Geschäft, den Hintern sauber machen können?

Montag, 1. Februar 2010

Die Welt - ein Spielplatz für Paare?

Manchmal scheint es, als wäre die Welt nur für Paare gedacht. Im Fehrnsehn werden verschiedene Lebensmittel, wie Pudding, Schokolade und Eiscreme so in Szene gesetzt, dass man als Single gar keinen Drang mehr verspührt, eines dieser mehr oder minder leckeren Desserts zu verdrücken. Nein, viel mehr fühlt man sich angeekelt und aus reinem Protest, machen wir einen Bogen um diese Dinge.
In Zeitung und Internet finden wir Singelbörsen, die einem versprechen den Partner fürs Leben zu finden. Wollen wir das wirklich über eine Börse machen? Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass man dort bloss (für dumm) verkauft wird. Man wird in ein Register eingefügt. Das Foto prangt über dem ohnehin unbeachteten Profil, das nur selten gelesen wird und angeschrieben wird man von Leuten, die sich das Ziel gesetzt haben, jeden anzuschreiben, der irgendwie ganz ok aussieht. Man muss schon sehr verzweifelt sein, sich auf etwas dergleichen einzulassen. Doch wenn man bedenkt, dass es in der heutigen Zeit fast ein Muss ist, ein Anhängsel mit sich herum zu schleppen, dann fängt man an zu begreifen, warum man sich bei einer solchen Börse anmeldet - um nicht schon wieder einen mitleidigen Blick zu erhalten, wenn man alleine auf einer Party aufkreuzt. Oder wenn man sich einmal mehr mit Freunden und deren Anhängseln trifft, was oftmals in Massenknutschen ausartet, während man als Single den nächsten Drink kommen lässt und mit sich selbst auf einen weiteren wunderbar unterhaltsamen Abend anstosst.
Diese Welt ist nicht für Singles gedacht.
Ja, das muss bitter sein, denken sich jetzt wohl jene, die sich nicht in dieser Situation befinden. Und ganz unrecht haben sie auch nicht. Singlesein kann frustrierend sein, solange man krampfhaft nach jemandem sucht, der an seiner Seite haftet. Und das sollten eigentlich alle Leute kennen. Leider vergessen sie es schnell wieder oder verdrängen es gar, sobald sie einen Lebensabschnittspartner gefunden haben.
Doch noch bitterer ist, wenn man erst viel später merkt, dass man im Rausch der grossartigen Gefühle, die so eine Beziehung mit sich bringt, die echten Gefühle, Bedenken und Vorurteile ausgeblendet hat. Das Schnarchen des Freundes ist lästig und hinderlich für den eigenen Schlaf und ausserdem hat er eine grässliche Zahnstellung, die dringend korrigiert werden sollte, das Lachen der Freundin hört sich an, als wäre man einer Robbe auf die Flosse gestanden, und ihre Proportionen sind nicht die von Klaudia Schiffer.
Tja, man kann eben nicht alles haben. Entweder man begnügt sich mit einerunpropotionierten Robbe, oder man ist Singel und wartet darauf, dass einem Klaudia Schiffer über den Weg läuft.

Samstag, 30. Januar 2010

Frisches Gemüse?

Mir gegenüber steht eine Karotte.
"28 Franken, wären es dann." Im ersten Moment realisiere ich nicht, dass mit mir gesprochen wird. Ich starre die Karotte weiter an. Sollte ich der netten Dame, die da an der Kasse steht, sagen, dass ich wohl in der Gemüseabteilung gestrandet bin, wo ich doch eigentlich dachte, ich sei in der Damenkonfektion? Ich blicke mich kurz um - eindeutig die Damenkonfektion.
Ich frage mich, was der armen Verkäuferin zugestossen ist, dass sie heute Morgen das Rougedöschen mit den orangen Buntstiften verwechselt hat, oder die Schminkkammer mit dem Kinderzimmer? Oder hat es heute Morgen Stromausfall gegeben, sodass sie sich im Dunkeln hatte anpinseln müssen?
Wie ich so überlege, schleicht sich ein schlechtes Gewissen in mir hoch. Sollte ich der Frau nicht sagen, dass sie aussieht, als ernähre sie sich nur von carotinhaltigen Gemüsesorten? Aber vielleicht gefällt sie sich ja so und ein Kommentar würde sie kränken oder gar wütend machen?! Ich schaue mich nach irgendwelchen Kameras um. Man kennt diese Berichte ja, in denen Gewaltverbrechen nachgestellt werden, um die Reaktionen der Passanten aufzuzeigen. Hier kann man zwar nur von einem Verbrechen gegen den guten Geschmack reden, aber wer weiss? Man sieht genug im Fehrnsehn, um zu wissen, dass es nichts gibt, was es nicht gibt. Ich möchte nicht gefragt werden, warum ich der Frau nicht gesagt habe, dass sie sich mal im Spiegel anschauen sollte (Und vor allem will ich nicht schon wieder ein blaues Plüschmikro unter die Nase gehalten bekommen). Doch da sind keine Kameras. Nur mein Gewissen, dass mich in den Hintern beisst.
Was also nun? Soll ich etwas sagen? Soll ich schweigen?
Ich drücke der Karrottenfrau das Geld in die Hand, schnapp mir meine Tüte und verschwinde, bevor doch noch jemand "Versteckte Kamera!" schreien kann.

Dienstag, 26. Januar 2010

Gefühlscake

Weinen durchbrochen von Lachen, Wut vermischt mit Liebe. Verzweiflung schimmert in der Hoffnung und Gleichgültigkeit ertränkt in Erwartung.
Genau so sieht das Gefühlsleben aus. Undurchsichtig, verwirrt, unangenem und immer verschieden. Kein Gefühl kann gefasst werden, weil jedes Gefühl nicht aus einem einzigen besteht. Oder warum weinen wir vor Freude? Doch nicht etwa wegen der Freude selbst, sondern wegen der Hoffnung, die erfüllt wird, dem Leid, das man ertragen musste oder der Wut, die damit verbunden ist. Was auch immer, unser Gefühlsleben kann nicht offen dargelegt werden und darum wundert man sich sogar über eigene Reaktionen, ganz zu schweigen von den anderen Leuten um einen herum, die glauben man sei verrückt, weil man vor Erleichterung laut schreit.
Man fragt sich ob die Leute gefühlslos sind. Sie sind es nicht, nur können sie die Gefühle der anderen nicht nachvollziehen und können sich so an den Reaktionen die folgen anstössen.

Wer aber glaubt ein ganz toller und gefühlsloser Held zu sein und nicht fassen kann, wie andere ihre Gefühle zum Ausdruck bringen, für den hat das Kochbuch Ihres Vertrauens das richtige Rezept parat.

Viel Spass beim Nachkochen.



Zutaten

Sehr viel Gefühl

Rezept
Man nehme eine grosse Schüssel, gebe drei volle Tassen Ärger, zwei Tassen Angst und einen halben Liter Begeisterung hinzu. Anschliessend gebe man eine Priese Hass dazu schlage man sein Herz und seinen Verstand hinein, rühre die Masse kräftig durch, bis sie Blasen schlägt und lasse sie einige sehnsuchtsvolle Atemzüge stehen.
Währenddessen reibe man die Backform mit Herzblut ein und bestäube sie anschliessend mit Erwartung, damit sich das Ganze später gut aus der Form lösen lässt.
Man gebe die Masse in die vorbearbeitete Form und lasse es bei wütigen Temperaturen unerträgliche Minuten backen, bevor man die fertige aus der Form stülpen kann.
Das ganze sollte zuerst abkühlen, ehe man es mit Leichtigkeit und Freude überziehe und mit Tränen garniere.

Serviervorschlag
Am Besten schneidet man kräftige Stücke und legt diese auf eine Geborgenheit-Mut-Sauce und reicht ein hauchdünnes Blättchen Bedingungslos dazu.


Achtung
Ein Stück dieser Leckerei könnte sich negativ auf Ihre Momentane Stimmung auswirken. Ausserdem wurde bei einigen Probanten nach Verzehr ein Gefühlschaos höchsten Ausmasses festgestellt, das sich nur schwer wieder beheben liess. Wir raten also allen, die damit nicht vertraut sind, die Finger davon zu lassen.

Für eventuelle Risiken und allfällige Nebenwirkungen, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.


Wir wünschen einen guten Appetit


Das Kochbuch Ihres Vertrauens

Donnerstag, 21. Januar 2010

Entscheidungsunfähig

Das Leben ist voller Entscheidungen, die man täglich zu fällen hat. Das fängt bei ganz kleinen Dingen an, wie beispielsweise, was man anziehen soll, was man zu Abend essen möchte und ob man noch einen Film gucken kann, oder doch lieber gleich schlafen gehen soll. Das sind natürlich die kleinen Entscheidungen im Leben, die niemandem weh tun. Natürlich, man kann etwas unvorteilhaftes oder unpassendes anziehen, kann etwas essen, dass den Magen verstimmt, oder man ist am nächsten Tag für nichts zu gebrauchen, doch damit kann man leben.
Es gibt aber auch Dinge, die man nicht einfach so entscheiden kann. Man muss sie gründlich durchdenken und herausfinden, was man wirklich möchte. Böse wird es aber erst dann, wenn man nicht weiss, was man will.
Und genau da fängt mein Problem an. Ich war noch nie entscheidungsfreudig, konnte mich nur schwer auf etwas festlegen. Meine Angst, dass noch etwas Besseres vorbeikommen könnte, oder dass sich meine Entscheidung als falsch erweisen könnte, hat mich stets auf Schritt und Tritt verfolgt und sich immer dann gemeldet, wenn ich kurz davor war, zu wissen was ich will.
Was ich will, genau da liegt das Problem - ich weiss es nicht! Ich weiss nur was ich nicht will.
Ich kann etwas in Erwägung ziehen und mit dem Gedanken daran spielen, ich kann sagen, dass es gar nicht mal so schlecht wäre, doch kann ich sagen "Ja, genau das will ich!"? Nein, genau das kann ich nicht. Weil ich nicht weiss, ob ich es tatsächlich will. Oder ob es nicht eine Fehlentscheidung sein könnte.
So oft stehen wir vor Entscheidungen, die einem keiner abnehmen kann. Und jeglicher Versuch zu helfen ist zum Scheitern verurteilt. Es gibt keine Hilfe, wenn man für sich selbst das Beste aussuchen muss. Es gibt nur gute und schlechte Entscheidungen, doch welche ist gut und welche schlecht? Wie kann ich herausfinden, welche für mich die Richtige ist, ohne sie danach ein Leben lang zu bereuen?

Die Antwort lautet: Ich weiss es nicht.
Ich kann nicht wissen ob die Entscheidung gut ist. Ich kann auch nicht wissen, ob ich in zehn Jahren noch begeistert von meiner Entscheidung sein werden. Ich weiss nur, dass ich eine Entscheidung fällen muss. Wenn ich keine treffe, dann habe ich mich dafür entschieden (!), nichts zu tun. Und das ist ganz bestimmt die falsche Entscheidung.

Mittwoch, 20. Januar 2010

Die Launen einer Frau

Frauen haben es nicht leicht in dieser Welt. Ganz abgesehen davon, dass sie den Männern nie gleichgestellt werden können, was ich hier aber ganz und gar nicht ansprechen möchte, haben sie ganz Anderes mit sich herum zu schleppen - Ihre Laune.

Ich bin eine Frau und weiss darum genau wovon ich schreibe.
Ich stehe morgens auf, betrachte mich im Spiegel und was ich sehe gefällt mir heute überhaupt nicht. Meine Haare sind schrecklich. Alles bürsten und hochstecken bringt rein gar nichts, es scheint nur noch schlimmer zu werden. Also lasse ich meine Haare Haare sein und gehe aus dem Haus. Ich werde für die Tolleranz gegenüber meinen Haaren entschädigt, denn es könnte nichts schöneres auf der Welt geben als einen so wunderbaren Tag. Die Sonne scheint, es ist wärmer als die letzten Tage und ich freue mich auf einige Leute, die ich sehen werde. Doch dann bekomme ich irgendeinen Impuls, beispielsweise die Platte meines Fahrrades, der mich rasend macht.
Ich bin unheimlich reizbar und die Leute merken schnell, dass sie mich dann lieber meiden. Spätestens dann wenn sie sich mit mir in ein Gespräch verwickeln, das in einer Disskusion endet. Disskutieren ist gerade eine gaaanz schlechte Idee. Jemand sagt ein falsches Wort und in mir schleicht sich langsam das Gefühl von Verachtung hoch. Ich bin nicht die Sorte Mensch, die so etwas für sich behalten kann, sondern offen heraus sage, was mich bedrückt oder wütend macht. Also wird jeder, der mich in irgendeiner Weise angreift, zurechtgewiesen. Oft werde ich darauf jedoch mit dem totbringenden Satz "Hast du deine Tage, oder was!?" gestraft. Ich könnte aus der Haut fahren, meinem Gegenüber das Gesicht zerkratzen oder Schlimmeres... und genau das tue ich auch!
Doch schon im nächsten Moment würde ich am liebsten jemandem um den Hals fallen. Gar nicht so einfach, wenn alle wissen, dass man einen schlechten Tag erwischt hat und darum lieber Abstand halten. Wer kann es ihnen verübeln?
Ich weiss, dass ich an solchen Tagen die Gesellschaft von Freunden oder Familie meiden sollte, darum setze ich mich, natürlich erst nachdem ich es gemerkt habe, vor den Fehrnseher und schaue mir irgendeinen Film oder eine Serie an - Alleine! Denn einerseits würde ich mich über jegliche Nebengeräusche, wie das Rascheln von Chipstüten, Keksgeknabber oder gar Atemgeräusche (was das Allerschlimmste und Nervtötendste überhaupt sein kann) aufregen. Andererseits weiss ich, dass es nicht lange geht und meine Tränendrüsen undicht werden. Ich fang an zu heulen, egal was ich gucke. Ein toter Hund berührt mein Herz genauso sehr, wie eine Versöhnungszene oder die Wiederholung von Kevin allein in New York. Schlussendlich rührt mich das Ganze so, dass ich mein Verhalten an diesem Tag sosehr bereue, dass ich mich in den Schlaf weine, oder vor Wut ins Kissen beisse - und dabei einschlafe.

Ja, wir Frauen sind so.
Nun wird es viele Geschlechtgenossinen geben, die mich für diesen Post am liebsten an den Pranger stellen, mich lebendig aufspiessen oder mir die Haut bei lebendigem Leibe abziehen würden, doch das beweisst nur, dass wir tatsächlich so sind. Und sowieso, eine Frau sollte dazu stehen, dass ihre Laune dreht, wie das Fähnchen im Wind. Es ist keine Schande, es ist natürlich. Es ist eben so.


An alle männlichen Leser: Sagt niemals, aber auch wirklich nieeeemals "Schatz, hast du wieder deine Tage!?" - Es könnten eure letzten Worte werden.

Mittwoch, 13. Januar 2010

Kritik

All jene, die ab und an kritisiert werden, so wie ich, sollten eines wissen und nie vergessen, auch wenn sie Kritik nicht mögen:

Kritik ist wie Spinat.




Alles unklar? Denkt mal darüber nach! Viel Glück dabei!