Sonntag, 6. Mai 2012

Ein Traum

Vor einigen Nächten hatte ich einen Traum. Es war einer der schönen, einer, aus dem man nicht erwachen möchte. Einer dieser seltenen Träume.
Ich sass nur da. Auf der Veranda eines kleinen Häuschens, aus roten Steinen und blickte auf den See, der still da lag. Ich sass auf dem warmen Holzboden der Veranda, mit dem Rücken gegen die Hauswand gelehnt und spürte den Wind der sanft über meine Haut schlich. Da war nichts. Nichts ausser Ruhe, Freiheit und dem Bedürfnis für immer still da sitzen zu können..
Doch jeder Traum hat ein Ende und dieses kam zu schnell.

Aber ich habe etwas gefunden, das mich wieder zurück in den Traum führt..

Sonntag, 15. April 2012

Denn alle wollen erwachsen werden

Als Kind hat man viele Wünsche. Man wünscht sich das Puppenhaus aus der Werbung, einen Ausflug ins Disneyland, ein Fahrrad. Man wünscht sich Astronaut zu werden, fliegen zu können, Prinzessin zu sein. Man wünscht sich aber auch, erwachsen zu werden.

Wir wünschen uns nichts sehnlicher als gross zu sein. Wir haben die grossen Leute bewundert, dafür dass sie Auto fahren, Geld verdienen, Kinder bekommen, machen können was sie wollen. Was dürfen Erwachsene schliesslich nicht alles, was Kinder nicht dürfen? Immer wieder hören Kinder, tu dies nicht, mach das nicht, dafür bist du noch zu Jung, das verstehst du noch nicht, wenn du gross bist darfst du das auch, und so weiter. Erwachsene sind ein grosses Geheimnis und machen allerlei Dinge, von denen Kinder nur träumen können. Und dann werden Kinder grösser..

Sie werden erwachsen. Doch was bedeutet das?
Es bedeutet sich anzupassen. Es bedeutet vieles nicht mehr zu tun, was doch immer am meisten Spass gemacht hat:
In Pfützen springen, Süssigkeiten essen bis einem davon schlecht wird, einen Purzelbaum auf einer Wiese zu schlagen, im Schnee einen Schneeengel machen und danach eine Schneeballschlacht zu veranstalten. Die Hände in Farbe tauchen und die Wände verunstalten, laut auf der Strasse und in der Strassenbahn ein Liedchen trällern, laut loslachen wenn einem danach ist und zu weinen wenn man weinen möchte, schläft wo und wann man müde ist.
Wir sind erwachsen, darum müssen wir uns auch wie solche benehmen. Wir sind anständig mit anderen Leuten, auch wenn wir sie nicht mögen, machen seriöse Dinge, weil unseriöses nicht gerne gesehen wird, gehen arbeiten, wir überdenken alles zwei Mal, wir handeln vernünftig.

Wir springen nicht mehr in Pfützen, denn das tun Erwachsene nicht.
Wir wälzen uns nicht im Dreck, denn das tun Erwachsene nicht.
Wir lachen nicht über alles und jeden, denn das tun Erwachsene eben nicht.

Was tun Erwachsene dann? Sie benehmen sich erwachsen...
Wann genau haben wir uns dazu entschieden, all das fantastische aus unserem Leben zu verbannen?

Samstag, 4. Februar 2012

Von Lieblingen und jenen, die es eben nicht sind

Jeder hat irgend ein Lieblingsbuch. Man nimmt es gerne zur Hand, beschäftigt sich gerne damit und verbringt liebend gerne die Zeit mit ihm. Vielleicht fühlt man sich sogar wohl, wenn man es irgendwo um sich herum liegen hat. Man beschäftigt sich intensiv mit ihnen und kann sich genaustens daran erinnern.
Und dann gibt es andere Bücher. Man liest sie zwar gerne, aber sie werden einem nie richtig in Erinnerung bleiben. Man nimmt sie ab und zu hervor, liest einige Seiten, um sich zu beschäftigen, um sich zu amüsieren, doch dann stellt man sie wieder ins Regal. Erinnert man sich an sie? Irgendwann nimmt man es wieder in die Hand und fragt sich, wo genau man stehen geblieben ist. Irgendwo fängt man dann an zu lesen, weil man die Hälfte wieder vergessen hat. Ganz im Gegensatz zu den Lieblingen. Dort wird nichts vergessen..

Und jene, die es nicht sind warten auf Anerkennung, denn obwohl sie schon ganz abgegriffen sind, können sie nicht mithalten.. Und da frage ich mich, wie man da jemals zum Lieblingsbuch werden kann.. geht das überhaupt?

Sonntag, 13. November 2011

Wenn Mauern nicht mehr halten...

Was tun, wenn das Fundament bröckelt? Wenn irgendjemand gegen eine tragende Wand geschlagen hat und das Haus auseinander zu brechen droht? Wenn plötzlich alles was man sich erbaut hat nicht mehr halten mag? Soll man versuchen Stützbalken anzubringen, selbst wenn die ersten Versuche scheiterten? Oder soll man es einfach ineinander fallen lassen?

Warum versuchen, das unaufhaltsame zu vermeiden, wo doch zusehen so viel einfacher wäre? Dem Schutthaufen anschliessend den Rücken zuzuwenden und seiner Wege zu ziehen... Was ist es, das uns glauben lässt, wir könnten etwas dagegen tun?

Dienstag, 1. November 2011

Keep on running!

Doch wohin?